HERZLICHE EINLADUNG
Am 7. November 2026 um 19 Uhr zur Theatervorstellung „Der schwarze Hund“ in den Festsaal der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Licher Straße 106 in 35394 Gießen.
Eine figurentheatrale Zähmung mit Maske, Puppe und Objekt von und mit Julia Raab & Anja Schwede
Die Depression – ein schwarzer Hund. Er weigert sich zu gehen, steht im Weg, knurrt, beißt. Lässt er sich für einen Spaziergang an die Leine legen?
Mit Halbsatirische Karikaturen, Elementen der Choreographie, einer eigenen musikalischen Komposition und den Erfahrungen von Betroffenen untersuchen wir das theatrale Bild des schwarzen Hundes auf seine Tauglichkeit. Mit Maske, Puppe und Objekt holen wir die Depression aus ihrer sprachlosen Ecke.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt.


Wie kann ich reagieren, wenn ich bei einem Menschen in meinem Umfeld den Eindruck habe, dass es ihm psychisch nicht gut geht oder eine Depression vorliegen könnte?
Mit dieser wichtigen Frage beschäftigte sich der gesamte 11. Jahrgang der Gesamtschule Gießen Ost in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Bündnis gegen Depression Gießen e.V.
Zu Gast waren Viola Becker, Koordinatorin des Bündnis gegen Depression Gießen e.V. und pflegerische Leitung der stationsäquivalenten Behandlung an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen, sowie Dr. Johannes Krautheim, Vorsitzender des Bündnis gegen Depression Gießen e.V. und Oberarzt an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen.
Zum Auftakt unterstrich Schulleiter Dr. Räuber die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas: Depressionen seien häufig und könnten Menschen in allen Lebensphasen betreffen. Gerade im schulischen Umfeld sei es daher wichtig, aufmerksam füreinander zu sein und Veränderungen im Verhalten von Mitschülerinnen und Mitschülern wahrzunehmen.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie junge Menschen als Freundinnen und Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler, Kolleginnen und Kollegen oder Mitglieder eines Vereins handeln können, wenn sie sich um jemanden sorgen. Dabei wurde deutlich: Depressionen können dazu führen, dass Betroffene sich zurückziehen, sich isoliert fühlen und in belastenden Situationen hilflos erscheinen. Gleichzeitig sind Depressionen behandelbar. Hilfe zu suchen und Hilfe anzubieten kann deshalb ein entscheidender erster Schritt sein.
Viola Becker und Dr. Johannes Krautheim ermutigten die Schülerinnen und Schüler, Veränderungen ernst zu nehmen, Betroffene respektvoll anzusprechen und nicht aus Sorge vor einer unvollkommenen Formulierung untätig zu bleiben. Die zentrale Botschaft lautete: Ins Handeln kommen – so gut, wie es in der jeweiligen Situation möglich ist. Wer sich selbst überfordert fühlt oder unsicher ist, sollte Unterstützung hinzuziehen und die Verantwortung nicht allein tragen.
Die Schülerinnen und Schüler diskutierten die angesprochenen Themen sowohl in kleineren Gruppen als auch im Plenum. Dabei ging es unter anderem um mögliche Gesprächseinstiege, um die Bedeutung von Zuhören und um Wege, weitere Hilfe zu organisieren.
Dr. Gruber, Beratungslehrerin der Gesamtschule Gießen Ost, informierte die Jugendlichen über bestehende Anlaufstellen innerhalb der Schule. Ergänzend verwiesen Viola Becker und Dr. Johannes Krautheim auf die Beratungs- und Unterstützungsangebote des Bündnis gegen Depression Gießen e.V.
Die Veranstaltung machte deutlich: Psychische Gesundheit ist ein Thema, das Offenheit, Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung braucht. Niemand muss eine Depression allein erkennen oder lösen. Aber jede und jeder kann dazu beitragen, dass ein erster Schritt in Richtung Hilfe möglich wird.

Antidepressiva gehören zu den am häufigsten verordneten
Psychopharmaka. Dennoch bestehen im klinischen Alltag häufig
Unsicherheiten hinsichtlich Auswahl, Dosierung, Umstellung und Umgang
mit Nebenwirkungen. Die Veranstaltung vermittelt praxisnahes Wissen für
die ambulante und stationäre Versorgung von Patientinnen und Patienten
mit depressiven Erkrankungen.
Im ersten Teil gibt Dr. Johannes Krautheim einen Überblick über die Grundlagen antidepressiver Pharmakotherapie. Anhand typischer klinischer Situationen werden Wirkstoffgruppen, Indikationsstellungen, Dosierungsstrategien sowie praxisrelevante Beispiele für den Einsatz moderner Antidepressiva vorgestellt. Ziel ist es, eine sichere und evidenzbasierte Anwendung im Versorgungsalltag zu unterstützen.
Im zweiten Teil erläutert Philipp Hershoff das Management von Nebenwirkungen sowie praktische Aspekte der Therapieoptimierung. Thematisiert werden unter anderem die Auswahl und Umstellung von Antidepressiva an Hand ihres pharmakologischen Profils Vorgehensweisen bei unzureichendem Ansprechen, sowie typische Fallstricke in der Behandlung. Zudem werden praxisorientierte „Do’s and Don’ts“ vorgestellt:
Welche Nebenwirkungen sollten aktiv angesprochen und überwacht werden?
Wann sind therapeutische Anpassungen sinnvoll?
Welche Kombinationen oder Vorgehensweisen sollten vermieden werden?
Wann besteht Handlungsbedarf und welche Optionen stehen zur Verfügung?
Die Referenten:
Dr. Johannes Krautheim
Oberarzt, Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen
Vorsitzender Bündnis gegen Depression Gießen e.V.
Philipp Hershoff
Klinischer Pharmazeut, Vitos Hochtaunus gGmbH
Fachapotheker für Klinische Pharmazie
Herzliche Einladung zur Online-Fortbildung
Die Veranstaltung vermittelt praxisnahes Wissen für die ambulante und stationäre Versorgung von Patientinnen und Patienten mit depressiven Erkrankungen.
LINK ZUR TEILNAHME:
Microsoft Teams-Besprechung
Teilnehmen: https://teams.microsoft.com/meet/327679237791489?p=gjbhdr6xBAOLbpMJPr
Besprechungs-ID: 327 679 237 791 489
Passcode: sp9pf95h
HERZLICHE EINLADUNG
Am 8. November um 19 Uhr zur Theatervorstellung „Der schwarze Hund“ in den Festsaal der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Licher Straße 106 in 35394 Gießen.
Eine figurentheatrale Zähmung mit Maske, Puppe und Objekt von und mit Julia Raab & Anja Schwede
Die Depression – ein schwarzer Hund. Er weigert sich zu gehen, steht im Weg, knurrt, beißt. Lässt er sich für einen Spaziergang an die Leine legen?
Mit Halbsatirische Karikaturen, Elementen der Choreographie, einer eigenen musikalischen Komposition und den Erfahrungen von Betroffenen untersuchen wir das theatrale Bild des schwarzen Hundes auf seine Tauglichkeit. Mit Maske, Puppe und Objekt holen wir die Depression aus ihrer sprachlosen Ecke.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt.


Online-CME-Vortrag mit Prof. Dr. med. Jens Plag (HMU Potsdam)
Wann: 05.05.2025; 17.30 bis 19.00 Uhr
Wo: Online via Zoom
https://vitos-de.zoom.us/j/93756986512?pwd=9reBpd4i7YjpAsuCS4nWUOYpZqb9Et.1
Obwohl Angst- und Zwangsstörungen mit den leitliniengerechten Psycho- und Pharmakotherapieverfahren häufig gut und sicher behandelt werden können, ist ein entsprechendes Vorgehen bei einer signifikanten Anzahl der Betroffenen nicht (ausreichend) wirksam oder für diese nicht unmittelbar nutzbar. Es ist daher von praktischer Relevanz, dass durch verschiedene Formen von körperlicher Aktivität insbesondere bei Angststörungen ein störungsspezifischer Behandlungseffekt erzielt werden kann und erste Hinweise hierauf auch bei Zwangsstörungen existieren. Vor allem ein Ausdauertraining, aber auch Kraftsport sowie Yoga haben sich in diesem Zusammenhang als wirksam erwiesen. Während in Bezug auf die zugrundliegenden biologischen und psychologischen Mechanismen noch relativ wenige Befunde vorliegen, zeichnen sich bereits aktivitätsbezogene Faktoren ab, die einen Einfluss auf den Therapieerfolg haben können. Für die effektive Implementierung der Intervention in der klinischen Praxis ist es wichtig, erkrankungsimanente Empfindlichkeiten und Defizite in der Therapieplanung zu berücksichtigen und gegebenenfalls die Motivation zur Initiierung und Aufrechterhaltung von körperlicher Aktivität gezielt zu fördern.
Der Vortrag zum Thema „Psychotherapie in der Psychiatrie – wie geht das? Effektive Interventionen für unsere tägliche Arbeit“ von Herrn Prof. Dr. Michael Franz, Ärztlicher Direktor des Vitos Klinikums Gießen-Marburg, findet am Dienstag, 25. März, um 13:00 Uhr im Auditorium I (www.like-psychiatrie.de) statt.
Einblicke in die psychiatrische Arbeit
Prof. Dr. Franz stellt darin grundlegende Werkzeuge des psychotherapeutischen Arbeitens für alle Berufsgruppen in psychiatrischen Teams vor. Denn: Häufig werde beklagt, dass in der Psychiatrie zu wenig Psychotherapie stattfindet. Doch um das zu ändern, braucht es eine gemeinsame Basis, von der Ärzt/-innen, Psychotherapeut/-innen, Pflegefachkräfte, Spezialtherapeut/-innen und der Sozialdienst ausgehen können.
Darüber hinaus ist Vitos Gießen-Marburg am 25. März um 11 Uhr mit dem Vortrag „Curamenta bei Vitos – Einbindung einer digitalen Plattform in den Behandlungsalltag“ im Auditorium III vertreten. Die Referentinnen sind hier Jana Glotzbach (Stabsstelle E-Health und digitale Teilhabe bei Vitos Gießen-Marburg) und Natascha Streller-Brand (Vitos Herborn).
Online anmelden, flexibel zuschalten
Vitos richtet die virtuelle Messe LIKE Psychiatrie zum vierten Mal aus – in Kooperation mit den Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Registrierung ab sofort möglich.
Die Messe richtet sich sowohl an Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Therapeut/-innen und Sozialarbeitende, als auch an Auszubildende und Studierende, die sich für die Arbeit in der Psychiatrie interessieren.
In den 36 Fachvorträgen stellen die Expert/-innen zeitgemäße Behandlungsformen vor oder beleuchten die Arbeitswelt in psychiatrischen Krankenhäusern. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit den Referentinnen und Referenten. Darüber hinaus gibt es Messestände zu beruflichen Perspektiven und Karrierechancen.
Unter www.like-psychiatrie.de können sich Interessierte kostenlos anmelden und dann an den Messetagen flexibel über PC, Tablet oder Smartphone einwählen. Das komplette Programm ist auf der Webseite der LIKE Psychiatrie einsehbar.
Oder QR-Code scannen und zur Registrierung gelangen:

Mit der Gründung der Heil- und Pflegeanstalt Gießen im Jahr 1911 am Rande der Stadt Gießen hat alles begonnen. Über
den Ersten Weltkrieg, die Schrecken des Dritten Reichs, die Psychiatriereform der 70er und 80er Jahre bis zur modernen
Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie heute hat die Klinik viele Höhen und Tiefen erlebt. Von dieser bewegten
Geschichte will das Psychiatriemuseum erzählen. Ein wesentlicher Baustein ist hier die Gedenkausstellung „Vom Wert des
Menschen“. Sie zeigt die Geschichte der Gießener Heil- und Pflegeanstalt von 1911 bis 1945. Dabei geht es um Themen
wie die Einrichtung eines Reservelazaretts während des Ersten Weltkriegs oder Reformversuche während der Weimarer
Republik– etwa das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und Zwangssterilisierung in Gießen. Zudem
thematisiert die Ausstellung die Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung Kranker im Dritten Reich durch die „Aktion T 4“
sowie den dezentralen Patientenmord. Das Psychiatriemuseum informiert aber auch zur Geschichte der Psychiatrie im
Allgemeinen. Es leistet Gedenkarbeit, klärt auf und bringt den Besuchern unbekannte Aspekte nahe.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um eine Anmeldung über info@buendnis-depression-giessen.de
Weitere Informationen finden Sie unter:
Psychiatriemuseum (vitos.de)
Förderverein Psychiatriemuseum (vitos.de)
Obwohl Frauen ein doppelt so hohes Risiko haben, an Depressionen zu erkranken, ist der Einfluss des Geschlechts auf depressive Symptome noch unzureichend erforscht. Dabei spielen nicht nur biologische Faktoren, sondern auch soziale Geschlechtermerkmale eine wichtige Rolle. Welchen Einfluss haben unsere Geschlechterrollenidentifikation und die damit verbundenen Persönlichkeits- und Verhaltensmuster auf die Entstehung und den Verlauf psychiatrischer Erkrankungen? Der Vortrag untersucht diese Frage und präsentiert neue Ideen und Konzepte, um ein umfassenderes Verständnis für geschlechtsspezifische Unterschiede bei depressiven Erkrankungen zu gewinnen.
PD Dr. med. Dr. phil. Eva Friedel ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie stellvertretende ärztliche Direktorin und Oberärztin der Psychiatrischen Institutsambulanz an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Darüber hinaus leitet Frau Friedel dort die Arbeitsgruppe für geschlechtersensible Psychiatrie
LINK ZUR TEILNAHME:
https://vitos-de.zoom.us/j/97555787410?pwd=t1BdXb4jI1nrWDmJuX1AOi4pc5juKU.1
„Man muss sich immer wieder mit unserer Geschichte beschäftigen auch wenn es manchmal schwerfällt“ so Herwig Groß, ehemaliger Oberarzt und Ansprechpartner des Psychiatriemuseums, zum Abschluss einer vielseitigen wie informativen Führung auf dem Gelände der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Gut anderthalb Stunden berichtete Groß über ein dunkles Kapitel der deutschen Medizingeschichte, wesentlich über Verbrechen, die zur Zeit des Nationalsozialismus begangen wurden. Hierbei zeigte Groß Orte des Geschehens auf dem Gelände und führte dabei auch in ansonsten der Öffentlichkeit nicht zugängliche Gebäude. Zum Abschluss wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung des Bündnis gegen Depression Gießen e.V. die Gedenkstättenausstellung „Vom Wert des Menschen“ präsentiert. Hierbei ging er vertieft auf wichtige und zugleich aus heutiger Sicht verstörende Aspekte nationalsozialistischer Gesundheitspolitik ein. „Ihre narrative Erzählform mit vielen konkreten Bespielen, führt dazu, dass uns noch einmal deutlich wird, dass es Menschen waren, die diese Geschichte geprägt haben und unser heutiges Handeln in der Verantwortung vor dem Hintergrund dieser Geschichte erfolgen sollte“ dankte Dr. Johannes Krautheim, Vorsitzender den Bündnis gegen Depression e.V.
Öffnungszeiten und Führungen
Das Museum hat jeden 1. Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Museum finden Sie zwei Ausstellungen: einmal historisch über die Geschichte der ehem. Heil- und Pflegeanstalt mit Schwerpunkt der NS-Gesundheitspolitik als Erb- und Rassenhygiene und eine Ausstellung von KünstlerInnen für Menschenrechte mit 14 beeindruckenden Objekten und Arbeiten, die auch einen aktuellen Bezug herstellen.
Darüber hinaus finden Führungen auf Anfrage statt.
Es wendet sich an Einzelbesucher (samstags) sowie an Gruppen. Auch Führungen über das Gelände der Vitos-Klinik, die einen Blick auf authentische Orte bieten, sind möglich. Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich an Herwig Groß (0641 4030 oder 01743474570)
Lage: Die Gedenkausstellung befindet sich im Untergeschoss von Haus 10 (Gebäude der Vitos Klinik für Psychosomatik Gießen).