
Antidepressive Pharmakotherapie in der Praxis – Rationaler Einsatz, Nebenwirkungsmanagement und praktische Handlungsempfehlungen am 30.9. um 18.30 Uhr via Teams
15. September 2026
Der schwarze Hund – Ein Figurentheater
15. September 2026Wie kann ich reagieren, wenn ich bei einem Menschen in meinem Umfeld den Eindruck habe, dass es ihm psychisch nicht gut geht oder eine Depression vorliegen könnte?
Mit dieser wichtigen Frage beschäftigte sich der gesamte 11. Jahrgang der Gesamtschule Gießen Ost in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Bündnis gegen Depression Gießen e.V.
Zu Gast waren Viola Becker, Koordinatorin des Bündnis gegen Depression Gießen e.V. und pflegerische Leitung der stationsäquivalenten Behandlung an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen, sowie Dr. Johannes Krautheim, Vorsitzender des Bündnis gegen Depression Gießen e.V. und Oberarzt an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen.
Zum Auftakt unterstrich Schulleiter Dr. Räuber die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas: Depressionen seien häufig und könnten Menschen in allen Lebensphasen betreffen. Gerade im schulischen Umfeld sei es daher wichtig, aufmerksam füreinander zu sein und Veränderungen im Verhalten von Mitschülerinnen und Mitschülern wahrzunehmen.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie junge Menschen als Freundinnen und Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler, Kolleginnen und Kollegen oder Mitglieder eines Vereins handeln können, wenn sie sich um jemanden sorgen. Dabei wurde deutlich: Depressionen können dazu führen, dass Betroffene sich zurückziehen, sich isoliert fühlen und in belastenden Situationen hilflos erscheinen. Gleichzeitig sind Depressionen behandelbar. Hilfe zu suchen und Hilfe anzubieten kann deshalb ein entscheidender erster Schritt sein.
Viola Becker und Dr. Johannes Krautheim ermutigten die Schülerinnen und Schüler, Veränderungen ernst zu nehmen, Betroffene respektvoll anzusprechen und nicht aus Sorge vor einer unvollkommenen Formulierung untätig zu bleiben. Die zentrale Botschaft lautete: Ins Handeln kommen – so gut, wie es in der jeweiligen Situation möglich ist. Wer sich selbst überfordert fühlt oder unsicher ist, sollte Unterstützung hinzuziehen und die Verantwortung nicht allein tragen.
Die Schülerinnen und Schüler diskutierten die angesprochenen Themen sowohl in kleineren Gruppen als auch im Plenum. Dabei ging es unter anderem um mögliche Gesprächseinstiege, um die Bedeutung von Zuhören und um Wege, weitere Hilfe zu organisieren.
Dr. Gruber, Beratungslehrerin der Gesamtschule Gießen Ost, informierte die Jugendlichen über bestehende Anlaufstellen innerhalb der Schule. Ergänzend verwiesen Viola Becker und Dr. Johannes Krautheim auf die Beratungs- und Unterstützungsangebote des Bündnis gegen Depression Gießen e.V.
Die Veranstaltung machte deutlich: Psychische Gesundheit ist ein Thema, das Offenheit, Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung braucht. Niemand muss eine Depression allein erkennen oder lösen. Aber jede und jeder kann dazu beitragen, dass ein erster Schritt in Richtung Hilfe möglich wird.






